27 Schritte

27 Schritte

Es ist der erste Tag des Corona-Lockdowns, als der Vater der Regisseurin vom Notarzt abgeholt wird. Kurz darauf stirbt er. Mutter und Tochter trauern in der elterlichen Wohnung isoliert auf 49 qm – nur durch das Telefon mit der Außenwelt verbunden. Mit schmerzhafter Intimität erzählen die Telefonate von der Vereinsamung der Trauernden in den Zeiten der Pandemie. Die fotografischen Aufnahmen der menschenleeren Wohnung verdichten mit einer geometrischen Strenge, die bei aller Nähe auch eine Distanz zum konkreten Schicksal erzeugt.
„27 SCHRITTE“ schafft damit Assoziationsräume und gewinnt Universalität: Was bedeutet Isolation in einer Zeit, in der wir auf Trost und Hilfe angewiesen sind? Ein persönlicher Film, der wie durch ein Brennglas eine Zeit porträtiert, die uns alle prägt.
Regie: Andrea Schramm
Kamera: Sebastian Mez
Schnitt: Grete Jentzen
Sounddesign: Michal Krajczok