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"Eindrucksvoll: Letzte Chance für Schulschwänzer"
Hamburger Abendblatt vom 25.9.2003:
37 GRAD, VOLL VERPEILT: Gina kommt nicht hoch. Sie verkriecht sich im Bett wie ein kleines Tier in seiner Höhle. Obwohl sie längst in der Schule sein müsste. Verpennt, vergeigt, verpeilt nur bequeme Faulpelz-Ausreden?
Bei den Problem-Jugendlichen, die der dreiteilige Schulreport porträtiert, liegen die Dinge komplizierter. Viele kommen aus kaputten Familien, sie versagen, aus Angst zu versagen, sie sind drogenabhängig. Der Schulalltag ist für sie "Horror". 200.000 Schulschwänzer stellen eine Provokation dar. Während Bayern mit harten Maßnahmen reagiert, sucht Berlin mit dem Projekt "alep" zu helfen. Schwänzer sollen neu motiviert, Schulabschlüsse nachgeholt, Einstieg in die Arbeitswelt ermöglicht werden.
Der Bericht von Jana Matthes und Andrea Schramm, die Gina und ihre Freunde drei Monate lang zwischen Oster- und Sommerferien begleitet haben, zeigt eindrucksvoll die unendliche Geduld der Erzieher, die gleichzeitig Therapeuten sind. Trotz Drogen und Ich-Schwäche das bemerkenswerte Projekt kämpft um jeden Einzelnen.
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