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"37º Weiblich, allein, über 50, sucht..."
DER SPIEGEL vom 17.12.2007:
Pechmarie Margo, Glücksmarie Monika am Ende hatte Monika ihren Klaus gefunden und Margo niemanden. Mit der Moral des Märchens, mit Fleiß oder Faulheit, mit dem Gerechtigkeitssinn einer Frau Holle hatte Erfolg und Misserfolg dieser weiblichen Partnersuche am Ende nichts zu tun, wie die Reportage von Jana Matthes und Andrea Schramm sehr deutlich zeigte. Die Liebe, die alle suchen, lässt sich nur sehr schwer herbeiplanen. Margo hatte eigentlich alles richtig gemacht, auf den Rat ihrer Tochter gehört und keine zu kurzen Kleider angezogen, hatte sich in der Muckibude gequält und sich in der Gruppe gleichgesinnter, männerloser Frauen Selbstermutigung erhofft. Aber dann sitzt sie am Ende doch wieder allein zu Hause mit ihrem Mops, kennt aber nun einen brutalen Grund ihres Alleinseins: Sie ist 62. Männer, die sie mögen könnte, mögen jüngere. Frauen über 60, sagte Margo, werden für Männer unsichtbar. Glücksmarie Monika dagegen ist mit 50 deutlich jünger. Unabhängig vom Alter - die meisten entwickeln Ansprüche auf verlässliche Partner, die bleiben. Männer dagegen, so sehen es die Frauen, wollen nur naschen. Das Fernsehmärchen hinterließ zum tröstlichen Ende sogar eine zufriedene Margo. Sie blickte vor der Kamera auf ihr Leben zurück, in dem es viele Männer gegeben hatte. Sie hat Erfahrung und konnte sich plötzlich vorstellen, auch allein zu leben. Und wenn die beiden gestorben sind, werden wir wissen, wer das bessere Leben hatte. Davon ein andermal.
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