zurück...

"Hervorragend"



Bremer Nachrichten vom 18.9.1997:
Sie waren Wolgadeutsche, sind nun nur Deutsche und bleiben doch Russen. Wie lange eigentlich noch? Um die Antwort möchte man sich am liebsten drücken, weil ausgerechnet der Hoffnungsträger der Zukunft, die Jugend, offenbar auch nichts anderes im Sinn hat als alte Vorurteile und Klischees zu konservieren.
Das soll keine Verallgemeinerung sein, was mit Sicherheit auch nicht die Absicht von Jana Matthes und Andrea Schramm (Buch und Regie) mit ihrem Filmporträt "Russenkinder" in der Reihe "37 Grad" war. Einmal mehr ein hervorragender Beitrag, weil nicht moralisierend, sondern eher eine sachlich-unterkühlte Momentaufnahme deutscher "Normalität", die betroffen macht oder es zumindest machen sollte. ...


Frank Heinig