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"Zwischen den Welten"
Ein Imam in Deutschland
ZDF 37 Grad, 30 min
Buch/Regie: Jana Matthes & Andrea Schramm
Kamera: Bernd Meiners
Schnitt: Werner Moser
Produktion: Schramm-Matthes Film, 2002
Bekir Alboga hat eine Vision: den Traum von einer gläsernen Moschee, einem Gotteshaus, das für jeden zugänglich ist. Jeden Tag führt er Deutsche durch die Moschee, läßt sie beim Gebet zugucken, und trinkt in der Cafeteria Tee mit ihnen. Er will Christen, Muslime und alle anderen Menschen zusammenführen. Sie alle hätten einen einzigen Gott, predigt er. Der 39jährige Türke ist stellvertretender Imam in der größten Moschee Deutschlands in Mannheim. Doch er ist mehr als das. Er ist ein Vermittler zwischen den Welten, zwischen Muslimen und Deutschen.
Die Angst vor dem Islam sei nach dem 11. September größer als je zuvor. Und gegen die Unwissenheit anzukämpfen, das sei sein Dschihad. Alboga wandert auf einem schmalen Grat. Er will von den Deutschen verstanden werden, aber er darf das Vertrauen seiner Glaubensbrüder nicht verspielen.
"Es wäre nicht natürlich, wenn ich keine Feinde hätte." sagt er.
Alboga spricht nicht nur über Liberalität, er lebt sie zuallererst in seiner Familie. Seine Frau, eine türkische Schriftstellerin, macht ihre eigene Karriere. Der Sohn liebt sein Handy und die Tochter spielt mit Barbiepuppen im Minikleid. Sein Jüngster will Fußballprofi werden. Alboga nimmt alles mit einem Lächeln.
Am Ende der Dreharbeiten allerdings gesteht Alboga ein: "Es gibt wenige Imame, die so denken und leben wie ich." Aber irgendwer müsse doch schließlich vorangehen und dem Hass ein Ende machen.
Alboga glaubt fest, daß andere ihm folgen werden.
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