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"Als die Zeit stehenblieb"
Acht Jahre nach dem Mord an Shari Weber
ZDF 37 Grad, 30 min
Buch/Regie: Jana Matthes & Andrea Schramm
Kamera: Bernd Meiners
Schnitt: Ingo Röske
Produktion: Schramm-Matthes Film, 2000
Als ihre Tochter Shari im Sommer 1992 beerdigt wurde, schüttelten Hunderte Menschen die Hände von Irina Weber. Das Schicksal der Sechsjährigen, die auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten entführt, grausam vergewaltigt und dann ermordet wurde, erschütterte Menschen in ganz Deutschland.
Acht Jahre später klopft niemand mehr an die Tür von Sharis Mutter. Inzwischen, so denken die meisten, müsse Frau Weber die Tat verarbeitet haben. Das Leben gehe schließlich weiter. Doch bei Frau Weber blieb die Zeit stehen.
Warum fällt es Irina Weber und anderen Eltern ermordeter Kinder so viel schwerer, ihr Schicksal zu akzeptieren und ins Leben zurückzufinden, als zum Beispiel denen von Unfallopfern? Was bedeutet es, sich im tiefsten Schmerz auch noch mit Behörden um Entschädigungsansprüche zu streiten? Was bleibt übrig vom Familienalltag und den Beziehungen zueinander, wenn alle Werte auf den Kopf gestellt sind?
Der Film geht diesen Fragen nach und findet Antworten in der Geschichte von Sharis Mutter. Wie Mosaiksteine fügen sich die Ereignisse in Irina Webers Leben seit dem Mord bis heute zusammen und lassen ein düsteres Bild entstehen: von einer Gesellschaft, die sich hinter einer Fassade der Bürokratie und Rechtsstaatlichkeit versteckt und dabei die Opfer von Gewaltverbrechen mit einer viel zu schweren Last allein läßt.
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