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"Die Engel der Straßenkatzen"
Wenn Tierliebe grenzenlos ist
ZDF 37 Grad, 30 min
Buch/Regie: Jana Matthes & Andrea Schramm
Kamera: Andreas Bergmann, Fariba Nilchian
Schnitt: Michael Liss
Produktion: Schramm-Matthes Film, 2002
Jeden Abend ist sie mit ihrem Fahrrad unterwegs, egal ob es regnet, hagelt oder die Straßen vereist sind. Ihr Ziel ist immer dasselbe: "ihre" siebzig Katzen, die im Hellersdorfer Neubaugebiet unter Autos und in Gebüschen leben, einen weiteren Tag vor dem Verhungern und Erfrieren zu bewahren.
Erst wenn es dunkel ist, wagt sich die Rentnerin mit ihrem Futterkorb auf die Straße: Oft genug schon wurden die Futternäpfe umgeworfen, mühsam gebaute Schlafhäuschen zerstört.
Über "Katzenhasser" ärgert sich auch die siebzigjährige Helga Girschik, die sich um ebensoviele Straßenkatzen in Berlin Lichtenberg kümmert.
Die Frauen bringt ihre Tierliebe an die Grenze der eigenen Existenz. Sie haben sich verschuldet; Frau Girschik wurde bereits das Telefon abgestellt, später muß sie ihr Auto stillegen, weil sie sich den Tüv nicht mehr leisten kann. Verzweifelt kämpfen sie um finanzielle Unterstützung bei Tierschutzorganisationen und Bezirksämtern - erfolglos. Sowohl Frau Girschik als auch Frau Balsebre gehen putzen, um die täglich ca. 40 Dosen Futter und oft auch Tierarztkosten finanzieren zu können. Für sich selbst holen sie kostenlose Abschreibware aus dem Supermarkt: Brot, Salat, Kuchen alles was überlagert ist.
Die nächtlichen Füttertouren strapazieren die Gesundheit der beiden immer wieder bis zum Kollaps: wenn sie wieder einmal eine halbtote Katze im Gebüsch finden und die Nacht in der Tiernotaufnahme verbringen.
Wir begleiten die beiden Frauen das Jahr hindurch bis zum nächsten Winter und erleben, wie ihr Kampf für das Überleben der Straßenkatzen immer mehr zu ihrem eigenen Überlebenskampf wird.
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