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"Frauchens letzter Cent"
Buch/Regie: Jana Matthes und Andrea Schramm
Kamera: Andreas Deinert/Fariba Nilchian
Ton: Frank Bubenzer, Zora Butzke
Schnitt: Anne Berrini
Redaktion: Hanne Huntemann
Eine Produktion von Schramm-Matthes-Film Berlin
Schon früh am Morgen streift Petra Roesmer durch ihren Neubaukiez in Berlin-Hohenschönhausen und angelt in dornigem Gestrüpp nach leeren Bierflaschen Zehn Stück bringen 80 Cent, das ist eine Futterbüchse für Vinny und Jeanny. Die 50jährige Arbeitslose lebt für ihre Hunde, ihr Herz schlägt im Rhythmus der Tiere. Frau Roesmer gehört zu der wachsenden Gruppe von Menschen, deren Einkommen gerade fürs eigene Überleben ausreicht. Ein Haustier ist in der Berechnung des Hartz-IV-Geldes nicht vorgesehen. Und doch gibt es viele Menschen, die lieber an sich selbst sparen, als auf ihr Tier zu verzichten.
So geht es auch Hartmut Mund. Ihm ist vor drei Monaten das Gas abgestellt worden, weil er die Rechnung nicht bezahlen konnte. Für sich kann er nur noch beim Nachbarn kochen, doch seine Lieblinge rund 20 Sittiche und Kanarienv&öuml;gel haben immer volle Futternäpfe. Wie Herr Mund sehen die meisten Tierbesitzer in ihrem Hausgenossen nicht ein teures Hobby, sondern Freunde und Partner.
Nach einer Freundin auf vier Pfoten sehnt sich auch Vanessa Salzmann. Die Achtzehnjährige wünscht sich eine Katze. Ihre Mutter kratzt jeden Cent zusammen, um sich und ihre beiden Teenager über den Monat zu bringen. Das Letzte, was die Familie aus Frau Salzmanns Sicht braucht, ist eine Katze. Doch Vanessa hat sich schon entschieden. Sie wird das neue Familienmitglied schon irgendwie ernähren...
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