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"Im Schatten der Blutrache"

SWR, WDR, arte, 90 min
Buch und Regie: Jana Matthes & Andrea Schramm
Idee: Katrin Rohnstock
Kamera: Patrick Popow, Fariba Nilchian, Bernd Meiners
Schnitt: Frank Brummund
Dramaturgische Beratung: Tamara Trampe
Ton:Ferry Siering, Pascal Capitulin, René Beißert
Musik: Boris Bergmann, Johannes Drescher
Sprecher: Katharina Giesbertz, Ronald Spiess, Calina Tietze
Produzent: Stefan Reiß
Redaktion: Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR), Enno Hungerland (WDR)
Eine Produktion von Stefan-Reiss-Film

Mitten in Bielefeld wird ein junger Kurde auf offener Strasse erschossen. Er wird mit 22 Schüssen regelrecht hingerichtet. Sein Mörder Zalim M. sitzt lebenslang im Gefängnis. Die Schlagzeilen ähneln denen anderer Ehrenmorde. Zwei Familien streiten sich, bis ihr unversöhnlicher Hass aufeinander mit einer Bluttat endet. Der Täter wird gefaßt und landet im Gefängnis. Für die Öffentlichkeit ist der Fall damit abgeschlossen. Für die Mitglieder der verfeindeten Sippen fängt er erst an. "Im Schatten der Blutrache" erzählt die Geschichte der Familie des Täters. Drei Jahre lang begleiten wir den Verurteilten Zalim, seinen Bruder Adil, seine Schwester Gülnaz und deren Tochter Evelyn – vier Menschen, von denen jeder auf seine Weise in den Fall verstrickt ist. Vier Schicksale, in denen sich die Tragik der Blutrache spiegelt. Die Ereignisse der Vergangenheit und der Gegenwart fügen sich wie Mosaiksteine zum spannenden und intimen Porträt einer Einwandererfamilie. Während die einen wie Europäer leben wollen, halten die anderen an den jahrhundertealten Ritualen der Urgroßväter fest. Doch im archaischen Gefüge der Großfamilie entscheidet niemand für sich allein. Wie Dominosteine stürzen alle Personen, nachdem der erste sich bewegt. Und der Mut, seinen eigenen Weg zu gehen, kann tödlich sein. "Im Schatten der Blutrache" erzählt eine Geschichte von Ehre, Hass, Liebe und einer großen Angst: Wer stirbt als Nächster?